Wohin mit dem Elternhaus

Datenstudie · Pflege

Wie viele Heimbewohner brauchen Sozialhilfe?

Herausgegeben von Wohin mit dem Elternhaus

2025 bekamen in Deutschland 367.895 Menschen in Pflegeheimen und anderen Einrichtungen im Laufe des Jahres Hilfe zur Pflege vom Sozialamt, 10 % mehr als 2023. Ende 2023 war es gut jeder dritte Bewohner in der Dauerpflege, 33,2 %. Die Sozialhilfeträger gaben 2025 für Hilfe zur Pflege netto 5,98 Mrd. € aus, 70 % mehr als 2022.

Was sind die wichtigsten Zahlen?

  1. Im Laufe des Jahres 2025 erhielten 367.895 Menschen in Einrichtungen Hilfe zur Pflege, am 31. Dezember 2025 waren es 281.395. Amtlich.2
  2. Am 31. Dezember 2023 bezogen 257.915 Menschen in Einrichtungen Hilfe zur Pflege. Bezogen auf 775.961 Pflegebedürftige in vollstationärer Dauerpflege sind das 33,2 %. Eigene Rechnung.3
  3. Die Nettoausgaben der Sozialhilfeträger für Hilfe zur Pflege stiegen von 3.519,2 Mio. € im Jahr 2022 auf 5.976,0 Mio. € im Jahr 2025, um 69,8 %. Darin ist auch ambulante Hilfe enthalten. Amtlich, Anstieg eigene Rechnung.4
  4. 2022 sank die Zahl der Empfänger in Einrichtungen auf 309.920, im ersten Jahr der Zuschläge der Pflegekasse zum Eigenanteil (§ 43c SGB XI). Seitdem steigt sie wieder, 2025 auf 367.895. Amtlich.
  5. Die meisten Empfänger in Einrichtungen hatte 2025 Nordrhein-Westfalen mit 91.125, gefolgt von Bayern mit 47.970 und Niedersachsen mit 40.060. Amtlich.

Wie viele Empfänger gibt es je Bundesland?

BundeslandEmpfänger in Einrichtungen 2025Bruttoausgaben, Mio. €Nettoausgaben, Mio. €
Nordrhein-Westfalen91.1251.407,91.306,4
Bayern47.9701.172,1869,1
Niedersachsen40.060521,3504,8
Baden-Württemberg36.070692,4639,0
Hessen25.715511,6447,7
Sachsen20.690244,2232,6
Rheinland-Pfalz16.360272,9247,7
Berlin12.930524,6514,6
Schleswig-Holstein12.645182,6173,1
Thüringen11.950152,7125,2
Sachsen-Anhalt11.900133,4132,9
Mecklenburg-Vorpommern10.880146,1141,3
Brandenburg10.130165,9157,9
Hamburg8.970320,5317,3
Saarland6.35595,990,4
Bremen4.14578,775,7
Deutschland367.8956.622,95.976,0

Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistik der Sozialhilfe, Tabellen 22131-0003 und 22111-00031

Die Ausgaben umfassen die gesamte Hilfe zur Pflege, also auch ambulante Leistungen.

Wie hat sich das seit 2005 entwickelt?

JahrEmpfänger in Einrichtungen, im Jahram 31.12.Nettoausgaben, Mio. €
2025367.895281.3955.976,0
2024353.575270.6405.276,3
2023334.515257.9154.483,1
2022309.920238.3203.519,2
2021334.860263.0554.736,9
2020336.580262.8404.306,5
2019319.365250.0073.776,6
2018318.580245.2063.471,7
2017301.784233.6113.391,1
2016317.286252.8443.796,4
2015326.613252.3373.569,2
2014326.766252.5993.502,4
2013320.086246.6593.338,7
2012316.994245.8683.245,1
2011307.541241.4203.104,1
2010300.629235.2452.966,9
2009288.583223.6002.878,3
2008290.730218.4062.751,3
2007265.693200.9142.666,2
2006275.683210.5092.529,9
2005262.056199.7752.610,7

Quelle: Statistisches Bundesamt, Statistik der Sozialhilfe, Tabellen 22131-0003 und 22111-00031

Was heißt das für das Elternhaus?

Reichen Rente und Ersparnisse nicht für das Heim, springt das Sozialamt ein. Vorher prüft es das Vermögen, auch ein Haus. Bewohnt der Ehepartner das Haus weiter, ist es meist geschützt. Ist ein Verkauf nicht sofort möglich, soll das Sozialamt als Darlehen zahlen (§ 91 SGB XII). Kinder müssen erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 € zahlen (§ 94 Abs. 1a SGB XII). Mehr unter Eltern ins Pflegeheim: Muss das Haus verkauft werden?.

Daten herunterladen

Wie zitiere ich diese Studie?

Wohin mit dem Elternhaus, Datenstudie „Wie viele Heimbewohner brauchen Sozialhilfe?“, Stand 2025, auf Basis der Sozialhilfe- und Pflegestatistik. Rohdaten: © Statistisches Bundesamt (Destatis), Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0.

Quellen

  1. Statistisches Bundesamt, Statistik der Sozialhilfe, Tabellen 22131-0003 und 22111-0003
  2. Statistisches Bundesamt, Statistik der Sozialhilfe, Tabelle 22131-0003
  3. Statistisches Bundesamt, Pflegestatistik, Tabelle 22412-0001
  4. Statistisches Bundesamt, Statistik der Sozialhilfe, Ausgaben und Einnahmen, Tabelle 22111-0003

Umzug ins Pflegeheim: Was wird aus dem Haus? Kostenlose Ersteinschätzung

Fünf kurze Fragen, danach rufen wir Sie an. Wir klären mit Ihnen, ob ein Verkauf überhaupt nötig ist, was Vermieten bringen würde und welche Fristen und Genehmigungen gelten. Kostenlos und unverbindlich.

Wer schreibt uns?
Wie ist die Pflegesituation?
Gibt es eine Vollmacht oder Betreuung?

Davon hängt ab, ob ein Gericht zustimmen muss.

Um welche Immobilie geht es?
Wobei können wir helfen?
Wohin dürfen wir die Einschätzung schicken?
Kostenlos und unverbindlich. Keine Anrufflut, Anruf nur auf Ihren Wunsch.

Warum kostenlos? Wenn Sie später einen Makler, Entrümpler oder Käufer brauchen und wir einen passenden Partner vermitteln, zahlt dieser uns eine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts. Ob Sie das wollen, entscheiden nur Sie.

Rückruf innerhalb von zwei Werktagen. Kein Newsletter. Weitergabe an Partner nur mit Ihrem Häkchen.

Nils Puhlmann Ihr Ansprechpartner

Ich kaufe und vermiete selbst Wohnungen in Freiburg und München und kenne die Fragen rund um Wert, Mieter und Verkauf aus eigener Erfahrung. Mit diesem Angebot möchte ich Familien helfen, in Ruhe die passende Entscheidung zu treffen, statt sie zu einem schnellen Verkauf zu drängen.