Wohin mit dem Elternhaus

Datenstudie · Pflege

Wie viele Menschen sind pflegebedürftig, und wie viele werden es?

Herausgegeben von Wohin mit dem Elternhaus

Ende 2023 waren in Deutschland 5.688.473 Menschen pflegebedürftig. 3.103.007 von ihnen wurden zu Hause allein von Angehörigen gepflegt, 1.100.672 zu Hause mit einem Pflegedienst, und 799.591 lebten vollstationär im Heim, das sind 14,1 %. Die amtliche Vorausberechnung von 2023 hatte für 2035 erst 5,64 Millionen Pflegebedürftige erwartet.

Was sind die wichtigsten Zahlen?

  1. Am 31. Dezember 2023 waren 5.688.473 Menschen pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung. Amtlich.4
  2. 3.103.007 erhielten nur Pflegegeld und wurden zu Hause von Angehörigen versorgt, 1.100.672 zu Hause mit Unterstützung eines ambulanten Dienstes. Amtlich.
  3. 799.591 Pflegebedürftige wurden vollstationär im Heim versorgt, 14,1 % aller Pflegebedürftigen. Amtlich, Anteil eigene Rechnung.
  4. Am höchsten ist der Heimanteil in Schleswig-Holstein mit 19,4 % und Bayern mit 17,6 %, am niedrigsten in Brandenburg mit 11,1 %. Eigene Rechnung.
  5. 2009 gab es 2.338.252 Pflegebedürftige. Ein großer Teil des Anstiegs geht auf den erweiterten Pflegebegriff seit 2017 zurück, der etwa Menschen mit Demenz früher erfasst. Amtlich.
  6. Die Pflegevorausberechnung von 2023 rechnet im Basisszenario mit 6,02 Millionen Pflegebedürftigen im Jahr 2040 und 6,87 Millionen im Jahr 2070, davon 1,29 Millionen im Heim. Amtlich.2
  7. Die tatsächliche Zahl von 2023 liegt schon über dem Wert, den diese Vorausberechnung für 2035 erwartet hatte (5,64 Millionen). Die Rechnung unterschätzt die Entwicklung bisher deutlich. Eigene Rechnung.

Wie werden Pflegebedürftige in welchem Land versorgt?

BundeslandPflegebedürftige 2023zu Hause, nur Angehörigezu Hause mit Pflegedienstim HeimHeimanteil
Schleswig-Holstein175.32381.14837.32833.95719,4 %
Bayern631.273306.045126.418110.84417,6 %
Niedersachsen623.071344.914116.02093.67815,0 %
Hamburg96.60646.08325.94714.41614,9 %
Baden-Württemberg624.831349.254102.73692.90814,9 %
Saarland80.35146.52811.92111.66814,5 %
Sachsen-Anhalt204.236104.85347.01228.25813,8 %
Rheinland-Pfalz271.519150.40249.67037.07313,7 %
Sachsen363.243176.11688.47849.67613,7 %
Mecklenburg-Vorpommern139.87267.24235.28219.01513,6 %
Hessen423.378248.23774.50357.32213,5 %
Berlin211.999115.27743.84727.69913,1 %
Thüringen193.937105.12842.28324.38512,6 %
Nordrhein-Westfalen1.387.134818.023240.078169.21312,2 %
Bremen47.62827.1059.3205.78612,1 %
Brandenburg214.072116.65249.82923.69311,1 %
Deutschland5.688.4733.103.0071.100.672799.59114,1 %

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pflegestatistik, Tabelle 22421-00101

Wie viele werden es bis 2070?

Basisszenario der Pflegevorausberechnung: Pflegequoten wie 2022, Bevölkerung nach der Variante mit moderater Entwicklung.

Bundesland2030204020552070im Heim 2040
Nordrhein-Westfalen1.277.0001.418.0001.585.0001.582.000209.000
Bayern652.000748.000899.000931.000149.000
Baden-Württemberg602.000687.000815.000836.000122.000
Niedersachsen596.000663.000747.000736.000121.000
Hessen406.000456.000526.000536.00073.000
Sachsen324.000338.000343.000347.00055.000
Rheinland-Pfalz264.000304.000340.000336.00049.000
Brandenburg205.000228.000246.000249.00032.000
Berlin209.000226.000273.000323.00037.000
Schleswig-Holstein180.000196.000227.000222.00046.000
Thüringen175.000186.000182.000172.00029.000
Sachsen-Anhalt174.000182.000179.000165.00033.000
Mecklenburg-Vorpommern134.000152.000155.000149.00024.000
Hamburg99.000108.000132.000147.00019.000
Saarland73.00081.00083.00079.00013.000
Bremen44.00047.00053.00056.0007.000
Deutschland5.416.0006.021.0006.784.0006.868.0001.020.000

Quelle: Statistisches Bundesamt, Pflegevorausberechnung, Statistischer Bericht 20232

Wo leben die meisten Pflegebedürftigen im Heim?

Die zehn Kreise mit dem höchsten und dem niedrigsten Heimanteil. Alle 400 stehen in der CSV-Datei.

KreisHeimanteilPflegebedürftigeim Heim
Landshut31,8 %3.1671.008
Bayreuth26,8 %3.9451.057
Rosenheim26,5 %11.8173.134
Schweinfurt25,6 %3.510900
Würzburg25,0 %6.7641.689
Amberg24,6 %2.662656
Mühldorf a.Inn24,3 %5.6111.366
Lübeck, Hansestadt23,6 %12.9263.055
Ostholstein23,3 %13.1053.050
Ebersberg22,6 %4.9651.123
…
Aurich8,8 %18.0151.589
Wittenberg8,7 %14.7041.277
Bremerhaven, Stadt8,6 %9.880845
Viersen8,4 %29.8232.506
Wittmund8,2 %6.172508
Ostprignitz-Ruppin8,1 %10.613859
Südwestpfalz8,0 %8.377667
Leverkusen, Stadt7,9 %15.5361.231
Südliche Weinstraße7,3 %7.331532
Uckermark7,2 %14.1951.025

Quelle: Statistisches Bundesamt und Statistische Landesämter, Pflegestatistik 2023, Kreisergebnisse3

Was die Zahlen nicht sagen

  • Die Zahl im Heim enthält neben der Dauerpflege auch Kurzzeitpflege. In der Dauerpflege lebten 775.961 Menschen.
  • Rund 683.500 Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 bekommen weder Pflegegeld noch Sachleistungen, sie zählen zur Gesamtzahl, aber zu keiner Versorgungsart.
  • Die Vorausberechnung hält die Pflegequoten von 2022 fest. Werden Menschen künftig häufiger oder früher als pflegebedürftig eingestuft, liegt die tatsächliche Zahl höher.

Was heißt das für Familien?

Vier von fünf Pflegebedürftigen leben zu Hause, meist versorgt von Angehörigen. Oft kommt der Umzug ins Heim, wenn das nicht mehr geht. Dann stellt sich die Frage, was mit dem Haus geschieht. Den Weg zeigt Eltern ins Pflegeheim: Muss das Haus verkauft werden?, Alternativen zum Heim Die Eltern schaffen das Haus nicht mehr.

Daten herunterladen

Wie zitiere ich diese Studie?

Wohin mit dem Elternhaus, Datenstudie „Wie viele Menschen sind pflegebedürftig, und wie viele werden es?“, auf Basis der Pflegestatistik 2023 und der Pflegevorausberechnung 2023. Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis) und Statistische Landesämter, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0.

Quellen

  1. Statistisches Bundesamt, Pflegestatistik, Tabelle 22421-0010
  2. Statistisches Bundesamt, Pflegevorausberechnung, Statistischer Bericht 2023
  3. Statistisches Bundesamt und Statistische Landesämter, Pflegestatistik 2023, Kreisergebnisse
  4. Statistisches Bundesamt, Pflegestatistik, Tabelle 22421-0001

Umzug ins Pflegeheim: Was wird aus dem Haus? Kostenlose Ersteinschätzung

Fünf kurze Fragen, danach rufen wir Sie an. Wir klären mit Ihnen, ob ein Verkauf überhaupt nötig ist, was Vermieten bringen würde und welche Fristen und Genehmigungen gelten. Kostenlos und unverbindlich.

Wer schreibt uns?
Wie ist die Pflegesituation?
Gibt es eine Vollmacht oder Betreuung?

Davon hängt ab, ob ein Gericht zustimmen muss.

Um welche Immobilie geht es?
Wobei können wir helfen?
Wohin dürfen wir die Einschätzung schicken?
Kostenlos und unverbindlich. Keine Anrufflut, Anruf nur auf Ihren Wunsch.

Warum kostenlos? Wenn Sie später einen Makler, Entrümpler oder Käufer brauchen und wir einen passenden Partner vermitteln, zahlt dieser uns eine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts. Ob Sie das wollen, entscheiden nur Sie.

Rückruf innerhalb von zwei Werktagen. Kein Newsletter. Weitergabe an Partner nur mit Ihrem Häkchen.

Nils Puhlmann Ihr Ansprechpartner

Ich kaufe und vermiete selbst Wohnungen in Freiburg und München und kenne die Fragen rund um Wert, Mieter und Verkauf aus eigener Erfahrung. Mit diesem Angebot möchte ich Familien helfen, in Ruhe die passende Entscheidung zu treffen, statt sie zu einem schnellen Verkauf zu drängen.