Wohin mit dem Elternhaus

Datenstudie · Wohnen im Alter

Wie viele ältere Menschen wohnen in der eigenen Immobilie?

Herausgegeben von Wohin mit dem Elternhaus

10,2 Millionen Menschen ab 65 Jahren wohnen in Deutschland in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus, das sind 57,8 % aller Älteren in Privatwohnungen. Von den 9,9 Millionen Haushalten, in denen nur Menschen ab 65 leben, wohnen 49,7 % im Eigentum, deutlich mehr als im Durchschnitt aller Haushalte mit 43,7 %. Stand ist der Zensus vom 15. Mai 2022.

Was sind die wichtigsten Zahlen?

Alle Werte sind amtliche Ergebnisse des Zensus 2022 oder daraus berechnete Quoten.

  1. Von 17,7 Millionen Menschen ab 65 Jahren in Privatwohnungen wohnen 10,2 Millionen in einer Wohnung oder einem Haus, das ihnen selbst gehört. Das sind 57,8 %.1
  2. Auch mit 80 Jahren und älter wohnt noch mehr als jeder Zweite im Eigentum: 3,0 von 5,5 Millionen oder 54,5 %.
  3. In den 9.863.770 Haushalten, in denen ausschließlich Menschen ab 65 leben, liegt die Eigentümerquote bei 49,7 %. Über alle Haushalte sind es 43,7 %.
  4. Drei Viertel dieser Seniorenhaushalte im Eigentum, 3,7 Millionen, wohnen in einem Gebäude mit einer oder zwei Wohnungen, also meist im Einfamilien- oder Zweifamilienhaus.
  5. 2,4 Millionen Menschen ab 65 leben allein in ihrer eigenen Immobilie. Das sind 40,1 % aller allein lebenden Älteren.
  6. Am höchsten ist die Eigentümerquote der Seniorenhaushalte im Saarland mit 67,1 %, in Rheinland-Pfalz mit 62,3 % und in Baden-Württemberg mit 60,8 %. Am niedrigsten ist sie in Berlin mit 20,3 %, in Hamburg mit 29,3 % und in Sachsen mit 34,5 %.
  7. Unter den Kreisen liegen die Südwestpfalz mit 76,0 %, Kusel mit 75,9 % sowie der Zollernalbkreis und Merzig-Wadern mit je 75,3 % vorn, unter den Großstädten Reutlingen mit 61,7 %.

Wie hoch ist die Quote in welchem Bundesland?

BundeslandSeniorenhaushalte im Eigentumalle HaushalteMenschen ab 65Menschen ab 80allein lebend ab 65
Saarland67,1 %58,7 %74,0 %74,5 %58,9 %
Rheinland-Pfalz62,3 %53,9 %69,2 %68,2 %53,0 %
Baden-Württemberg60,8 %50,7 %66,8 %65,9 %52,0 %
Niedersachsen57,3 %50,6 %65,3 %62,5 %46,8 %
Bayern55,8 %48,6 %63,6 %61,5 %47,2 %
Hessen55,0 %46,0 %62,5 %61,5 %45,7 %
Schleswig-Holstein53,0 %47,0 %60,1 %57,4 %42,5 %
Bremen48,0 %35,1 %54,8 %54,2 %38,6 %
Nordrhein-Westfalen46,1 %40,1 %53,8 %51,3 %36,5 %
Thüringen45,4 %45,8 %56,3 %47,7 %34,8 %
Brandenburg43,6 %45,2 %53,4 %44,4 %32,2 %
Sachsen-Anhalt43,0 %42,6 %52,4 %43,6 %32,3 %
Mecklenburg-Vorpommern37,9 %39,3 %47,8 %37,3 %27,0 %
Sachsen34,5 %34,2 %43,6 %33,9 %24,6 %
Hamburg29,3 %21,2 %35,7 %35,6 %21,6 %
Berlin20,3 %15,8 %24,7 %22,9 %15,3 %
Deutschland49,7 %43,7 %57,8 %54,5 %40,1 %

Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Zensus 2022, Zensusdatenbank1

Wie hoch ist die Quote in den Großstädten?

StadtSeniorenhaushalte im EigentumAnzahlMenschen ab 65alle Haushalte
Reutlingen61,7 %8.01465,6 %47,9 %
Heilbronn57,2 %7.67261,5 %41,9 %
Oldenburg52,8 %10.27959,6 %35,5 %
Bremen50,4 %35.08357,0 %36,2 %
Ingolstadt48,7 %6.57955,3 %37,4 %
Saarbrücken48,1 %10.91554,5 %34,5 %
Paderborn47,7 %6.95955,1 %35,2 %
Ulm47,4 %5.99054,9 %33,8 %
Mainz47,0 %10.09652,6 %29,0 %
Mönchengladbach47,0 %14.90253,4 %36,8 %
Erlangen46,8 %5.44753,5 %29,8 %
Wolfsburg46,7 %7.24953,9 %41,3 %
Stuttgart45,3 %28.23448,9 %29,9 %
Bonn44,6 %15.57751,2 %29,1 %
Krefeld44,5 %12.76550,6 %35,4 %
Pforzheim44,1 %6.16449,8 %34,2 %
Darmstadt43,8 %6.84349,7 %28,0 %
Osnabrück43,4 %7.97550,8 %30,2 %
Augsburg43,3 %14.25348,3 %31,5 %
Trier43,3 %4.90950,3 %29,2 %
Münster43,0 %13.40549,7 %27,9 %
Koblenz42,7 %5.93348,7 %29,8 %
Konstanz42,0 %4.26746,6 %26,4 %
Heidelberg41,9 %5.72147,0 %23,9 %
Braunschweig41,3 %12.98947,3 %29,9 %
Karlsruhe41,1 %13.46146,0 %27,9 %
Bielefeld41,0 %15.45948,2 %32,6 %
Freiburg im Breisgau40,7 %9.19346,0 %26,1 %
Leverkusen39,0 %7.83344,2 %32,3 %
Mannheim38,1 %12.63743,4 %26,4 %
Göttingen38,1 %5.19245,5 %22,1 %
Würzburg38,0 %5.68844,6 %23,6 %
Aachen37,8 %10.29643,5 %22,7 %
Nürnberg37,4 %22.85042,4 %27,8 %
Wuppertal37,4 %16.12143,2 %29,0 %
Wiesbaden36,5 %11.77242,1 %27,0 %
Lübeck35,9 %10.60642,9 %29,0 %
Kiel35,8 %10.10041,8 %24,3 %
Kassel35,8 %8.40342,8 %25,4 %
München35,0 %53.85839,1 %23,3 %
Bochum34,9 %16.11241,3 %27,6 %
Köln34,2 %36.76840,0 %24,2 %
Hannover33,4 %19.98940,0 %23,0 %
Regensburg33,1 %5.15740,2 %21,8 %
Dortmund32,6 %23.10138,8 %26,5 %
Essen31,8 %23.52437,7 %25,6 %
Düsseldorf29,4 %20.80334,8 %21,5 %
Hamburg29,3 %58.54535,7 %21,2 %
Duisburg28,9 %16.67834,9 %26,0 %
Frankfurt am Main27,8 %18.94732,6 %19,8 %
Jena26,8 %3.78233,7 %20,6 %
Erfurt24,3 %6.90131,5 %21,9 %
Berlin20,3 %86.94424,7 %15,8 %
Magdeburg19,9 %7.07026,1 %18,1 %
Chemnitz18,7 %7.68224,3 %18,3 %
Halle (Saale)18,7 %6.52923,6 %16,0 %
Dresden18,3 %13.41423,8 %16,5 %
Potsdam17,9 %3.90423,2 %17,0 %
Leipzig16,3 %11.96421,5 %13,3 %
Rostock15,7 %5.05720,6 %14,4 %

Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Zensus 2022, Zensusdatenbank1

In welchen Kreisen ist die Quote am höchsten und am niedrigsten?

Die zehn Kreise und kreisfreien Städte mit der höchsten und der niedrigsten Eigentümerquote der Seniorenhaushalte. Alle 400 stehen in der CSV-Datei.

KreisSeniorenhaushalte im EigentumAnzahlMenschen ab 65
Südwestpfalz76,0 %9.17681,1 %
Kusel75,9 %6.49981,7 %
Zollernalbkreis75,3 %16.31379,6 %
Merzig-Wadern75,3 %8.76781,7 %
St. Wendel75,2 %8.28181,5 %
Kronach73,2 %5.77679,3 %
Saarlouis72,4 %17.87978,6 %
Donnersbergkreis72,1 %5.93178,1 %
Rhein-Pfalz-Kreis72,1 %13.04977,1 %
Trier-Saarburg71,9 %11.44678,4 %
…
Frankfurt (Oder), Stadt20,5 %1.90327,5 %
Berlin, Stadt20,3 %86.94424,7 %
Magdeburg, Landeshauptstadt19,9 %7.07026,1 %
Chemnitz, Stadt18,7 %7.68224,3 %
Halle (Saale), Stadt18,7 %6.52923,6 %
Dresden, Stadt18,3 %13.41423,8 %
Schwerin18,0 %2.84923,6 %
Potsdam, Stadt17,9 %3.90423,2 %
Leipzig, Stadt16,3 %11.96421,5 %
Rostock15,7 %5.05720,6 %

Quelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Zensus 2022, Zensusdatenbank1

Was die Zahlen nicht sagen

  • Seniorenhaushalte sind Haushalte, in denen ausschließlich Menschen ab 65 leben. Leben Ältere mit Jüngeren zusammen, liegt die Eigentümerquote mit 68,9 % noch höher.
  • Die Quote der Menschen ab 65 zählt Personen, nicht Haushalte. Ein Paar im eigenen Haus zählt doppelt. Deshalb liegt sie über der Haushaltsquote.
  • Menschen in Pflegeheimen und anderen Gemeinschaftsunterkünften sind nicht enthalten, nur Privatwohnungen.
  • Kleine Abweichungen zwischen der Summe der Länder und dem Bund entstehen durch das Geheimhaltungsverfahren des Zensus.

Was heißt das für das Elternhaus?

Hinter jeder dieser Zahlen steht eine Entscheidung, die früher oder später ansteht: Was wird aus dem Haus, wenn die Eltern es nicht mehr allein schaffen, ins Pflegeheim ziehen oder sterben? Der Elternhaus-Fahrplan sortiert die nächsten Schritte, und Die Eltern schaffen das Haus nicht mehr zeigt die Wege dazwischen.

Wie wurde gerechnet?

Haushalte nach Seniorenstatus und Eigentumsverhältnis stammen aus Tabelle 5000H-2020, nach Gebäudeart aus 5000H-4003. Personen ab 65 und ab 80 nach Eigentumsverhältnis stammen aus den Tabellen 1000A-2043, 1000A-2040 und 1000A-3096. Die Quoten sind eigene Rechnungen: Haushalte oder Personen im Eigentum geteilt durch alle mit Angabe zum Eigentumsverhältnis.

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Wie zitiere ich diese Studie?

Wohin mit dem Elternhaus, Datenstudie „Wie viele ältere Menschen wohnen in der eigenen Immobilie?“, auf Basis des Zensus 2022. Datenquelle: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Zensus 2022, Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0.

Quellen

  1. Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Zensus 2022, Zensusdatenbank

Ihr Elternhaus-Fahrplan

Beantworten Sie ein paar kurze Fragen, ganz ohne Kontaktdaten. Ihr Fahrplan erscheint sofort: welche Fristen laufen, was als Nächstes zu tun ist und welche Wege Ihnen offenstehen, mit groben Zahlen.

Sie müssen heute nichts entscheiden.

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Nils Puhlmann Ihr Ansprechpartner

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