Wohin mit dem Elternhaus

Stadt und Daten

Wie wohnen ältere Menschen in Stuttgart?

Herausgegeben von Wohin mit dem Elternhaus

Die Gebäude- und Wohnungszählung des Zensus 2022 weist für die Landeshauptstadt Stuttgart zum Stichtag 15. Mai 2022 insgesamt 314.432 Wohnungen in Wohngebäuden, Wohnheimen und sonstigen Gebäuden mit Wohnraum aus (Fortschreibung des Statistischen Amts zum Jahresende 2021: 75.516 Wohngebäude mit 317.686 Wohnungen).

Was gilt in Stuttgart im Einzelnen?

Stuttgart ist ein ausgeprägter großstädtischer Geschosswohnungsmarkt: 67,6 % aller Wohnungen werden zu Wohnzwecken vermietet, während lediglich 28,7 % (rund 29 %) von den Eigentümern selbst bewohnt werden (Landesdurchschnitt Baden-Württemberg: 48,1 % Eigentümerquote). Dennoch besteht die Hälfte aller Wohngebäude in Stuttgart aus klassischen Familienhäusern (35 % Einfamilienhäuser und rund 15 % Zweifamilienhäuser), in denen 9,1 % bzw. 6,3 % aller Stuttgarter Wohnungen liegen.

Über 73 % des gesamten Stuttgarter Wohnungsbestands stammen aus der Zeit vor 1979 (15,4 % vor 1919, 15,4 % von 1919 bis 1948 und 42,4 % aus den Nachkriegsjahrzehnten 1949 bis 1978). Die Eigentümerstruktur wird von Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG: 41,6 % aller Wohnungen) und Einzelprivatpersonen (32,0 % aller Wohnungen) dominiert, die zusammen fast drei Viertel des gesamten Bestands halten.

Zum Zensusstichtag standen 11.152 Wohnungen (3,54 %) leer, davon 4.179 Wohnungen (38 %) bereits seit zwölf Monaten oder länger; besonders hoch ist die Leerstandsquote in Zweifamilienhäusern (6,0 %, häufig ungenutzte Einliegerwohnungen) sowie in Altbauten vor 1919 (4,5 %). Rund 10 % aller Leerstände (1.124 Wohnungen) entfallen laut Zensus-Auswertung explizit auf sonstige Gründe wie Erbangelegenheiten, Pflegebedarf oder mangelndes Vermietungsinteresse.

Energetisch steht der Stuttgarter Altbestand vor erheblichen Herausforderungen: Von den nicht fernwärmeversorgten Wohngebäuden heizen fast 80 % mit Gas und 12 % mit Öl, und von den vor 1998 errichteten Wohngebäuden sind erst rund 21 % umfassend energetisch saniert.

Welche Zahlen und Regeln gelten in Stuttgart?

Alle Angaben stammen aus amtlichen Quellen. Der Link führt jeweils zur Fundstelle.

AngabeWertStandQuelle
Wohnungsbestand insgesamt (Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022)314.432 Wohnungen in Wohngebäuden, Wohnheimen und sonstigen Gebäuden mit Wohnraum (kommunale Fortschreibung 2021: 75.516 Wohngebäude mit 317.686 Wohnungen)2022-05Quelle, S. 20
Wohnungsnutzung: Eigentümerquote, Mietquote und Ferienwohnungen (Zensus 2022)28,7 % (ca. 29 %) vom Eigentümer bewohnt; 67,6 % zu Wohnzwecken vermietet; 3,54 % (11.152 Wohnungen) leer stehend; 0,15 % Ferien- und Freizeitwohnung2022-05Quelle, S. 20
Landesvergleich Baden-Württemberg (Zensus 2022, Stichtag 15.05.2022)2.566.980 Gebäude mit Wohnraum und 5.461.921 Wohnungen; davon 48,1 % (2.626.887) vom Eigentümer bewohnt, 47,0 % (2.566.454) vermietet, 4,3 % (236.214) leer stehend2022-05Quelle
Wohngebäude nach Gebäudetyp (EFH, ZFH, MFH) in Stuttgart75.516 Wohngebäude insgesamt: 35 % Einfamilienhäuser, rund 15 % Zweifamilienhäuser (zusammen 50 % Ein- und Zweifamilienhäuser), 50 % Mehrfamilienhäuser (darunter 18 % mit 4 bis 6 Wohnungen)2021-12Quelle, S. 45
Wohnungen nach Gebäudegröße und spezifische Leerstandsquoten (Zensus 2022)1 Wohnung (EFH): 9,1 % aller Wohnungen (Leerstandsquote 2,5 %); 2 Wohnungen (ZFH): 6,3 % (Leerstandsquote 6,0 %); 3 bis 6 Wohnungen: 32,4 % (4,0 %); 7 bis 12 Wohnungen: 31,0 % (2,9 %); 13 und mehr Wohnungen: 21,1 % (3,2 %)2022-05Quelle, S. 21
Baualtersklassen des Stuttgarter Wohnungsbestands (Zensus 2022)vor 1919: 15,4 %; 1919 bis 1948: 15,4 %; 1949 bis 1978: 42,4 % (zusammen 73,2 % vor 1979); 1979 bis 1990: 8,8 %; 1991 bis 2000: 7,4 %; 2001 bis 2010: 4,6 %; 2011 bis 2019: 5,3 %; 2020 und später: 0,8 %2022-05Quelle, S. 22
Eigentümerstruktur des Wohnungsbestands nach Eigentumsform (Zensus 2022)Gemeinschaft von Wohnungseigentümern (WEG): 41,6 % (Leerstandsquote 2,8 %); Privatpersonen: 32,0 % (Leerstandsquote 4,4 % bzw. 4,5 %); privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen: 7,5 % (3,4 %); Kommune/kommunales Wohnungsunternehmen: 6,9 % (1,9 %); Wohnungsgenossenschaften: 6,2 % (2,1 %); Kirchen/Organisationen ohne Erwerbszweck: 2,7 %; andere Unternehmen: 2,4 %; Bund/Land: 0,9 %2022-05Quelle, S. 22
Wohneigentumsquote der Stuttgarter Haushalte nach AltersgruppenGesamtstadt: 25,1 % der Haushalte leben im Eigentum; ältere Haushalte (65 bis 79 Jahre): 42 %; hochbetagte Haushalte (ab 80 Jahre): 47 %2022-12Quelle, S. 20
Leerstandsdauer der 11.152 unbewohnten Wohnungen (Zensus 2022)unter 3 Monate: 3.299 Wohnungen (30 %); 3 bis unter 6 Monate: 1.749 Wohnungen; 6 bis unter 12 Monate: 1.926 Wohnungen; 12 Monate oder länger: 4.179 Wohnungen (38 %); insgesamt knapp 6.100 Wohnungen (54 %) länger als 6 Monate leer stehend2022-05Quelle, S. 24
Leerstandsgründe inkl. Erbfall und Pflegebedarf (Zensus 2022)innerhalb von 3 Monaten bezugsfertig verfügbar: 5.473 Wohnungen; laufende/geplante Baumaßnahmen: 2.836 Wohnungen; sonstige Gründe (Erbangelegenheiten, Zweitwohnung, Pflegebedarf, mangelndes Vermietungsinteresse): 1.124 Wohnungen (ca. 10 %); Verkauf: 761 Wohnungen; künftige Selbstnutzung: 502 Wohnungen; geplanter Abriss/Rückbau: 456 Wohnungen2022-05Quelle, S. 29
Leerstandsquoten nach Stuttgarter Stadtbezirken (Zensus 2022)höchste Quoten: Mitte (4,6 %), Nord (4,5 %), Degerloch (4,2 %), Botnang (4,2 %); niedrigste Quoten: Mühlhausen (2,6 %), Weilimdorf (2,9 %), Süd (3,0 %), Sillenbuch (3,0 %), Möhringen (3,0 %)2022-05Quelle, S. 26
Wohnungsgrößenstruktur in Stuttgart (Zensus 2022)unter 40 m²: 9,7 % (Leerstandsquote 6,5 %); 40 bis 59 m²: 21,6 % (3,8 %); 60 bis 79 m²: 29,5 % (3,3 %); 80 bis 99 m²: 18,4 % (2,9 %); 100 bis 119 m²: 8,4 % (2,8 %); 120 bis 139 m²: 5,3 % (2,4 %); 140 bis 159 m²: 3,0 % (2,3 %); 160 m² und mehr: 4,1 %2022-05Quelle, S. 22
Pro-Kopf-Wohnfläche und Remanenzeffekt nach Alter und EigentumsstatusGesamtstadt: 40,0 m² pro Kopf (Fortschreibung: 41,0 m²); Mieterhaushalte: 37,5 m² pro Kopf (Ø Wohnungsgröße 70 m², Wohndauer 10,5 Jahre); Eigentümerhaushalte: 50,0 m² pro Kopf (Ø Wohnungsgröße 96 m², Wohndauer fast 20 Jahre); Haushalte 65 bis 79 Jahre: 50,0 m² pro Kopf; Hochbetagte ab 80 Jahre: 58,0 m² pro Kopf2022-12Quelle, S. 21
Heizungsarten und Energieträger der Stuttgarter WohngebäudeHeizungsart: 62 % Zentralheizung, ca. 20 % Etagenheizung, 8 % Fernwärme, 6 % Einzelöfen, 4 % Wärmeverbund/BHKW; Energieträger der nicht fernwärmeversorgten Wohngebäude: fast 80 % Gas, 12 % Öl, 5 % erneuerbare Energien, 4 % Strom2022-12Quelle, S. 50
Energetischer Sanierungsstand vor 1998 errichteter Wohngebäude in Stuttgartca. 21 % umfassend energetisch saniert (mindestens 4 von 6 Maßnahmen); rund 60 % teilweise saniert; 20 % noch komplett unsaniert (in der Baualtersklasse 1984 bis 1997 sind 48 % noch ohne jede energetische Optimierung)2022-12Quelle, S. 51

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Welche Stellen sind in Stuttgart zuständig?

  • Statistisches Landesamt Baden-Württemberg (Zensus 2022 Landesergebnisse): Böblinger Straße 68, 70199 Stuttgart, Telefon 0711 641-2451, E-Mail Pressestelle@stala.bwl.de, URL und

Was ist in Stuttgart anders als anderswo?

Hohe Leerstandsquote in Zweifamilienhäusern (6,0 %) und bei Privateigentümern (4,5 %): Während der marktaktive Geschosswohnungsleerstand laut CBRE-empirica-Index in Stuttgart bei lediglich 0,3 % bis 0,5 % liegt, deckt der Zensus 2022 11.152 leer stehende Wohnungen (3,54 %) auf. Am höchsten ist die Leerstandsquote mit 6,0 % ausgerechnet in Zweifamilienhäusern (typische Stuttgarter Elternhäuser mit Einliegerwohnung) sowie bei Wohnungen im Eigentum von Einzelprivatpersonen (4,5 %) und in Altbauten vor 1919 (4,5 %) (Quelle).

Über 1.100 Wohnungen stehen wegen Erbfall, Pflegebedarf oder fehlendem Vermietungsinteresse leer: Rund 10 % aller Stuttgarter Leerstände (1.124 Wohnungen) entfallen im Zensus 2022 auf sonstige Gründe wie ungeklärte Erbangelegenheiten, Umzug ins Pflegeheim oder fehlendes Vermietungsinteresse privater Einzeleigentümer; weitere 2.836 Wohnungen stehen wegen laufender oder geplanter Baumaßnahmen und 761 Wohnungen wegen Verkaufs leer (Quelle).

Wie gehen Sie in Stuttgart am besten vor?

  1. Die Zahlen des Zensus zeigen, wie viele Menschen im eigenen Haus wohnen.
  2. Große Wohnflächen bei Alleinlebenden sind ein Anlass, früh über das Haus zu sprechen.
  3. Leerstand ist in vielen Städten knapp, ein leeres Haus fällt auf.
  4. Gespräche in der Familie lieber früh als unter Zeitdruck führen.

Sie müssen heute nichts entscheiden. Wichtig ist nur, dass keine Frist verstreicht und das Haus gesichert ist.

Ein Ansprechpartner, ein Anruf, keine Weitergabe Ihrer Daten ohne Ihr Ja.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Eigentümerquote in Stuttgart laut Zensus 2022 im Vergleich zum Land Baden-Württemberg?

In Stuttgart werden 28,7 % (rund 29 %) der 314.432 Wohnungen von den Eigentümern selbst bewohnt und 67,6 % vermietet, während im Landesdurchschnitt Baden-Württemberg 48,1 % der Wohnungen von Eigentümern bewohnt werden.

Wie viele Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es in Stuttgart und wie häufig stehen dort Wohnungen leer?

Von den 75.516 Wohngebäuden in Stuttgart sind 35 % Einfamilienhäuser und rund 15 % Zweifamilienhäuser; in Einfamilienhäusern liegt die Leerstandsquote laut Zensus 2022 bei 2,5 %, in Zweifamilienhäusern hingegen mit 6,0 % am höchsten von allen Gebäudetypen.

Wie viele Wohnungen stehen in Stuttgart länger als sechs Monate leer und welche Rolle spielen Erbfälle dabei?

Von den 11.152 leer stehenden Wohnungen stehen knapp 6.100 (54 %) länger als sechs Monate und 4.179 (38 %) bereits seit mindestens zwölf Monaten leer; 1.124 Wohnungen (ca. 10 %) stehen wegen Erbangelegenheiten, Pflegebedarf oder mangelndem Vermietungsinteresse leer, weitere 761 wegen eines laufenden Verkaufs.

In welchen Stuttgarter Stadtbezirken ist die Leerstandsquote besonders hoch?

Die höchsten Leerstandsquoten verzeichnen Stuttgart-Mitte (4,6 %), Stuttgart-Nord (4,5 %) sowie die bevorzugten Halbhöhen- und Wohnlagen Degerloch (4,2 %) und Botnang (4,2 %).

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Beantworten Sie ein paar kurze Fragen, ganz ohne Kontaktdaten. Ihr Fahrplan erscheint sofort: welche Fristen laufen, was als Nächstes zu tun ist und welche Wege Ihnen offenstehen, mit groben Zahlen.

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Was ist passiert?
Wo steht das Haus?

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Um welche Immobilie geht es?
Wie groß ist die Wohnfläche ungefähr?
Haben Sie allein geerbt oder mit Geschwistern?
Wann ist der Erbfall eingetreten?

Daraus berechnen wir Ihre Fristen. Ein ungefähres Datum reicht.

Wer entscheidet heute über das Haus?
Wann haben die Eltern das Haus gekauft oder gebaut?

Wichtig für die Spekulationsfrist.

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Nils Puhlmann Ihr Ansprechpartner

Ich kaufe und vermiete selbst Wohnungen in Freiburg und München und kenne die Fragen rund um Wert, Mieter und Verkauf aus eigener Erfahrung. Mit diesem Angebot möchte ich Familien helfen, in Ruhe die passende Entscheidung zu treffen, statt sie zu einem schnellen Verkauf zu drängen.