Stadt und Daten
Wie viele Erbfälle gibt es in Stuttgart?
Herausgegeben von Wohin mit dem Elternhaus
Die Landeshauptstadt Stuttgart zählt zum 30. September 2026 insgesamt 601.941 Einwohnerinnen und Einwohner mit Hauptwohnsitz (31. Dezember 2025: 605.663; 31. Dezember 2023: 610.069) in rund 323.418 Haushalten. Der natürliche Bevölkerungssaldo aus Geburten und Sterbefällen ist seit 2022 negativ (Januar bis September 2026: 4.318 Sterbefälle bei 3.936 Lebendgeborenen, Saldo -382).
Was gilt in Stuttgart im Einzelnen?
Zum Stichtag 31. Dezember 2023 lebten in Stuttgart 111.654 Menschen im Alter ab 65 Jahren (18,3 % der Gesamtbevölkerung), davon 52.082 im Alter von 65 bis 74 Jahren und 59.572 im Alter ab 75 Jahren (darunter 39.638 Hochbetagte ab 80 Jahren).
Rund 40.000 Stuttgarter Haushalte (12 % aller Haushalte) bestehen aus einer alleinlebenden Person ab 65 Jahren. Da gleichzeitig 42 % der 65- bis 79-jährigen und 47 % der ab 80-jährigen Haushalte in Stuttgart im Wohneigentum leben, führt jeder altersbedingte Auszug ins Pflegeheim oder Sterbefall überproportional häufig zur Übergabe einer selbstgenutzten Bestandsimmobilie.
Laut der städtischen Bevölkerungsvorausberechnung bis 2040 wächst die Bevölkerung ab 65 Jahren um weitere +10,0 % (+11.200 Personen) auf rund 122.900 Personen an, wobei insbesondere die Altersgruppe der 65- bis unter 80-Jährigen durch das Aufrücken der Babyboomer bis 2040 um +17,1 % (+12.300 auf 84.400 Personen; Spitzenwert 2036/2037: 85.700) zunimmt. Besonders hoch ist der Seniorenanteil ab 65 Jahren in den durch Ein-/Zweifamilienhäuser und hochwertiges Wohnungseigentum geprägten Außen- und Höhenbezirken Sillenbuch (26,8 %), Botnang (25,2 %), Mühlhausen (24,1 %), Degerloch (23,2 %) und Birkach (21,4 %), für die das Statistische Amt bis 2040 bereits einen merklichen Generationenwechsel durch das Versterben der heute um 80-jährigen Eigentümergeneration prognostiziert.
In der amtlichen Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik für Baden-Württemberg wurden 2025 über 11.400 steuerlich erfasste Nachlässe mit einem Gesamtwert von rund 10,6 Mrd. € und einem durchschnittlichen Reinnachlass von 791.000 € (2024: über 8.200 Nachlässe mit 7,0 Mrd. € Gesamtwert, davon 2,8 Mrd. € Grundvermögen, Ø Reinnachlass 714.000 €) veranlagt.
Welche Zahlen und Regeln gelten in Stuttgart?
Alle Angaben stammen aus amtlichen Quellen. Der Link führt jeweils zur Fundstelle.
| Angabe | Wert | Stand | Quelle |
|---|---|---|---|
| Einwohnerbestand Stuttgart (Hauptwohnsitz und Wohnberechtigte) | 30.09.2026: 601.941 Einwohner mit Hauptwohnsitz (zuzüglich 5.504 Nebenwohnungen = 607.445 Wohnberechtigte); 31.12.2025: 605.663 Einwohner; 31.12.2023: 610.069 Einwohner | 2026-09 | Quelle, S. 1 |
| Sterbefälle, Lebendgeborene und natürlicher Saldo in Stuttgart (Januar bis September 2026) | 4.318 Sterbefälle (3.692 Deutsche, 626 Ausländer), 3.936 Lebendgeborene, natürlicher Saldo -382 (allein im September 2026: 407 Sterbefälle, 456 Lebendgeborene) | 2026-09 | Quelle, S. 2 |
| Trendwende bei Geburten und Sterbefällen in Stuttgart seit 2022 | von 2004 bis 2021 positiver natürlicher Saldo (2021 noch fast +900 Geburtenüberschuss); seit 2022 negativer natürlicher Saldo durch steigende Sterbefälle und sinkende Geburten | 2024-08 | Quelle, S. 1 |
| Haushaltsstruktur und Alleinlebende ab 65 Jahren in Stuttgart | 323.418 Haushalte (52 % Einpersonenhaushalte, Ø 1,87 Personen/Haushalt); darunter rund 40.000 Einpersonenhaushalte von Alleinlebenden ab 65 Jahren (12 % aller Stuttgarter Haushalte) | 2022-12 | Quelle, S. 27 |
| Lebenserwartung in Stuttgart (Sterbetafel Stadtkreis Stuttgart) | 80,7 Jahre für neugeborene Jungen und 84,7 Jahre für neugeborene Mädchen (Sterbetafel 2020-2022); bis 2040 weiterer Anstieg um +1,3 Jahre (Männer) bzw. +1,1 Jahre (Frauen) prognostiziert | 2024-09 | Quelle, S. 9 |
| Bevölkerungsvorausberechnung Stuttgart bis 2040: Gesamtbevölkerung und Altersgruppe 65+ | Gesamtbevölkerung (mittlere Variante): Anstieg von 610.069 (2023) um +1,6 % (+9.500) auf 619.500 (2040); Bevölkerung ab 65 Jahren steigt um +10,0 % (+11.200) von 111.654 (2023) auf rund 122.900 (2040), Altenquotient steigt von 28,6 auf 31,3 | 2024-09 | Quelle, S. 14 |
| Bevölkerungsvorausberechnung Stuttgart bis 2040: Babyboomer-Welle (65 bis unter 80 Jahre) und Hochbetagte (80+) | 65 bis unter 80 Jahre: Anstieg um +17,1 % (+12.300) von 72.016 (2023) auf 84.400 (2040, Höchstwert 2036/2037: 85.700); 80 Jahre und älter: 39.638 (2023), Zwischentief 36.300 (2033/2034) wegen schwacher Nachkriegsjahrgänge, ab 2035 Wiederanstieg auf 38.500 (2040) vor Eintritt der Boomer | 2024-09 | Quelle, S. 15 |
| Generationenwechsel und Sterbefälle Hochbetagter in Sillenbuch, Botnang und Degerloch bis 2040 | Rückgang der Hochbetagten und Verjüngung des Durchschnittsalters in Sillenbuch (-2,7 Jahre), Botnang (-1,7 Jahre) und Degerloch (-1,5 Jahre) bis 2040 durch Versterben der großen Kohorte heute rund 80-jähriger Bewohner | 2024-09 | Quelle, S. 19 |
| Stadtbezirksprofil Degerloch: Überdurchschnittliche Hochaltrigkeit und Wohndauer | 23,2 % der Einwohner sind 65 Jahre und älter (Gesamtstadt 18,3 %); insbesondere der Anteil der Hochbetagten ab 80 Jahren liegt deutlich über dem gesamtstädtischen Durchschnitt | 2024-12 | Quelle, S. 11 |
| Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik Baden-Württemberg 2025: Fälle, Volumen und Reinnachlass | fast 39.600 veranlagte Erbschaften und Schenkungen im Wert von 20,4 Mrd. € (darunter über 29.000 steuerpflichtige Fälle mit 13,0 Mrd. € steuerpflichtigem Erwerb, davon ca. 22.400 Erbschaften über 6,1 Mrd. €); über 11.400 steuerlich erfasste Nachlässe mit 10,6 Mrd. € Gesamtwert, über 9,0 Mrd. € Reinnachlass und durchschnittlich rund 791.000 € Reinnachlass je Fall | 2025-12 | Quelle |
| Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik Baden-Württemberg 2024: Anteil Grundvermögen und Nachlassgrößen | über 8.200 steuerlich erfasste Nachlässe mit 7,0 Mrd. € Gesamtwert vor Verbindlichkeiten (5,9 Mrd. € Reinnachlass, Ø 714.000 €, über ein Drittel zwischen 500.000 € und 2,5 Mio. €); vom Gesamtwert entfielen 2,8 Mrd. € (40 %) auf Grundvermögen, 0,5 Mrd. € auf Betriebsvermögen und 3,7 Mrd. € auf sonstiges Vermögen | 2024-12 | Quelle |
| Erbschaftsteuerpflichtige Erwerbe von Todes wegen in Baden-Württemberg 2024 nach Größenklassen | 15.819 steuerpflichtige Erbfälle (Ø 279.000 € steuerpflichtiger Erwerb, 976,7 Mio. € festgesetzte Steuer): 6.247 Fälle unter 50.000 €, 2.831 Fälle 50.000 bis 100.000 €, 2.699 Fälle 100.000 bis 200.000 €, 2.503 Fälle 200.000 bis 500.000 € und 1.512 Fälle ab 500.000 € (allein diese 1.512 Fälle umfassten 2,91 Mrd. € Vermögen) | 2024-12 | Quelle |
| Persönliche Freibeträge bei der Erbschaftsteuer (§ 16 ErbStG) im Verhältnis zum Stuttgarter Immobilienpreisniveau | Ehegatten und eingetragene Lebenspartner: 500.000 €; Kinder und Stiefkinder (sowie Kinder verstorbener Kinder): 400.000 € je Kind; Enkelkinder: 200.000 €; übrige Erwerber der Steuerklassen II und III: 20.000 € | 2024-12 | Quelle, S. 4 |
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Fahrplan für Ihre Familie anfordernWelche Stellen sind in Stuttgart zuständig?
- Statistisches Landesamt Baden-Württemberg (Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik): Böblinger Straße 68, 70199 Stuttgart, Telefon 0711 641-2451, E-Mail Pressestelle@stala.bwl.de, URL und
Was ist in Stuttgart anders als anderswo?
Räumliche Konzentration des Generationenwechsels in den Halbhöhen- und Gartenstadtbezirken: Während die Innenstadtbezirke Mitte (11,9 %), West (14,6 %) und Süd (14,9 %) sehr jung geprägt sind, liegt der Anteil der ab 65-Jährigen in Sillenbuch bei 26,8 %, in Botnang bei 25,2 %, in Mühlhausen bei 24,1 %, in Degerloch bei 23,2 % und in Birkach bei 21,4 %. Das Statistische Amt weist in der Bevölkerungsvorausberechnung bis 2040 explizit darauf hin, dass in Sillenbuch, Botnang und Degerloch heute besonders viele um 80-jährige Personen leben, deren Versterben im Prognosezeitraum einen spürbaren Generationenwechsel und eine Verjüngung des Durchschnittsalters (-2,7 Jahre in Sillenbuch) auslöst (Quelle).
Stuttgarter Immobilienwerte überschreiten regelmäßig den Kinderfreibetrag von 400.000 €: In Baden-Württemberg stieg der durchschnittliche Reinnachlass der steuerlich veranlagten Nachlässe 2025 bereits auf rund 791.000 € (2024: 714.000 €), und der Gesamtwert des vererbten Grundvermögens verdoppelte sich zwischen 2014 (1,92 Mrd. €) und 2021/2022 (4,20 bzw. 4,07 Mrd. €) mehr als. Bei einem Stuttgarter Einfamilien- oder Zweifamilienhaus reicht der persönliche Freibetrag von 400.000 € je Kind (§ 16 ErbStG) ohne rechtzeitige Vorschenkungen oder Selbstnutzungsbefreiung (§ 13 Abs. 1 Nr. 4c ErbStG) häufig nicht aus (Quelle).
Wie gehen Sie in Stuttgart am besten vor?
- Die Zahl der Sterbefälle zeigt, wie viele Familien jedes Jahr einen Nachlass regeln.
- Der Anteil älterer Menschen zeigt, wie viele Häuser in den nächsten Jahren vererbt werden.
- Viele Erben wohnen nicht vor Ort, fast alles lässt sich schriftlich erledigen.
- Früh anfangen hilft: Vollmachten und Testament regeln vieles im Voraus.
Sie müssen heute nichts entscheiden. Wichtig ist nur, dass keine Frist verstreicht und das Haus gesichert ist.
Ein Ansprechpartner, ein Anruf, keine Weitergabe Ihrer Daten ohne Ihr Ja.
Kostenlose ErsteinschätzungHäufige Fragen
Wie viele Menschen ab 65 und ab 75 Jahren leben aktuell in Stuttgart und wie viele davon wohnen allein?
Ende 2023 lebten in Stuttgart 111.654 Menschen ab 65 Jahren (18,3 % der Bevölkerung), davon 52.082 zwischen 65 und 74 Jahren sowie 59.572 ab 75 Jahren (darunter 39.638 ab 80 Jahren); rund 40.000 Stuttgarter ab 65 Jahren führen einen Einpersonenhaushalt.
In welchen Stuttgarter Stadtbezirken stehen in den kommenden Jahren altersbedingt die meisten Eigentümerwechsel an?
In den Stadtbezirken mit den höchsten Seniorenanteilen ab 65 Jahren: Sillenbuch (26,8 %), Botnang (25,2 %), Mühlhausen (24,1 %), Degerloch (23,2 %), Birkach (21,4 %) und Weilimdorf (20,7 %).
Wie entwickelt sich die Altersgruppe der Senioren in Stuttgart bis zum Jahr 2040?
Laut der städtischen Bevölkerungsvorausberechnung wächst die Bevölkerung ab 65 Jahren bis 2040 um +10,0 % (+11.200) auf rund 122.900 Personen, getrieben vom starken Anstieg der 65- bis unter 80-Jährigen (Babyboomer) um +17,1 % auf 84.400 Personen.
Wie hoch ist ein durchschnittlicher steuerlich erfasster Nachlass in Baden-Württemberg und wie viel entfällt auf Immobilien?
Im Jahr 2025 lag der durchschnittliche Reinnachlass der über 11.400 steuerlich veranlagten Nachlässe in Baden-Württemberg bei rund 791.000 € (2024: 714.000 € bei 7,0 Mrd. € Gesamtnachlasswert, wovon 2,8 Mrd. € bzw. 40 % auf Grundvermögen entfielen).