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Hochwasser und Naturgefahren in Köln: Was Erben prüfen sollten

Herausgegeben von Wohin mit dem Elternhaus

Köln ist durch seine Lage im Rheintal sowie durch rechtsrheinische Bachläufe und hoch anstehendes Grundwasser in besonderem Maße von wasserbezogenen Naturgefahren betroffen. Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) stellen Eigentümern, Erben und Käufern kostenfreie interaktive Überflutungsgefahrenkarten sowie einen adressgenauen „Wasser-Risiko-Check“ für drei Gefahrenarten bereit: Flusshochwasser (vier Häufigkeitsszenarien für den Rhein sowie je drei Szenarien für die Bäche Strunde, Frankenforstbach und Mutzbach), Grundhochwasser (zwei Szenarien) sowie Starkregen.

Was gilt in Köln im Einzelnen?

Seit Juni 2025 bieten die StEB Köln zudem neue interaktive 3D-Starkregengefahrenkarten an, die für jedes Gebäude im Stadtgebiet Wasserstände direkt an der Fassade, Fließpfeile und die Befahrbarkeit von Straßen für Rettungsfahrzeuge zeigen. Verbindliche Überschwemmungsgebiete für ein 100-jährliches Hochwasser (HQ100) setzt die Bezirksregierung Köln nach dem Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und dem Landeswassergesetz NRW (LWG NRW) per ordnungsbehördlicher Verordnung im Maßstab 1:5.000 fest (abrufbar über das Web-GIS der Bezirksregierung und das Landesportal ELWAS-WEB); dort gelten strenge Bau- und Nutzungsverbote.

Beim Thema Radon besteht in Köln hingegen keine erhöhte Vorsorgepflicht: Laut Zentraler Radonstelle NRW ist in ganz Nordrhein-Westfalen keine einzige Gemeinde als Radonvorsorgegebiet ausgewiesen.

Welche Zahlen und Regeln gelten in Köln?

Alle Angaben stammen aus amtlichen Quellen. Der Link führt jeweils zur Fundstelle.

AngabeWertStandQuelle
Amtliches Kartenportal für Überflutungsgefahren in Köln (Hochwasser, Grundhochwasser, Starkregen)Überflutungsgefahrenkarten und adressgenauer „Wasser-Risiko-Check“ der Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln)2025-06Quelle
Hochwasserszenarien für Kölner Bäche (rechtsrheinisch)Je 3 Häufigkeitsszenarien für die Gewässer Strunde, Frankenforstbach und Mutzbach2025-06Quelle
Grundhochwasserkarten für das Kölner Stadtgebiet2 Szenarien zu hoch anstehendem Grundwasser (Gefahr für Keller und Tiefgaragen auch fernab des Rheinufers)2025-06Quelle
Interaktive 3D-Starkregengefahrenkarten der StEB Köln (eingeführt Juni 2025)3D-Darstellung mit exakten Wasserständen direkt an Gebäudefassaden, Fließrichtungs-Pfeilen und Straßenbefahrbarkeit für Rettungskräfte2025-06Quelle
Amtliche Festsetzung von Überschwemmungsgebieten (HQ100) im Regierungsbezirk KölnFestsetzung durch die Bezirksregierung Köln per ordnungsbehördlicher Verordnung auf Basis eines 100-jährlichen Hochwassers (HQ100) im Maßstab 1:5.0002026-11Quelle
Rechtsfolgen in festgesetzten oder vorläufig gesicherten ÜberschwemmungsgebietenGesetzliche Verbote für Handlungen und Bauvorhaben, die sich negativ auf den Hochwasserabfluss oder die Rückhaltung auswirken (§ 78 WHG)2026-11Quelle
Fortgeltung historischer Preußischer Überschwemmungsgebiete (1905 bis 1913)Soweit keine Neuberechnung erfolgte, gelten die 1905 bis 1913 festgesetzten Preußischen Überschwemmungsgebiete mit gleichen Rechtswirkungen fort2026-11Quelle
Landesfachinformationssystem Wasserwirtschaft NRW (ELWAS-WEB)Online-Kartenportal des Landes NRW für Hochwassergefahrenkarten, Hochwasserrisikokarten und Überschwemmungsgebiete2026-11Quelle
Radon-Vorsorgegebiete in Nordrhein-Westfalen und Köln (§ 121 StrlSchG)Keine Gemeinde in Nordrhein-Westfalen (und damit auch nicht Köln) ist als Radonvorsorgegebiet ausgewiesen2026-11Quelle

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Welche Stellen sind in Köln zuständig?

  • Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB Köln, Hochwasserschutzzentrale und Beratung Überflutungsschutz): Ostmerheimer Straße 555, 51109 Köln, Service-Telefon: 0221 221-26868, Kartenportal: Quelle
  • Bezirksregierung Köln, Dezernat 54 (Wasserwirtschaft / Festsetzung von Überschwemmungsgebieten): Zeughausstraße 2-10, 50667 Köln, Telefon: 0221 / 147-0, [Website] (Quelle)
  • Zentrale Radonstelle Nordrhein-Westfalen (beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW): Wallneyer Straße 6, 45133 Essen, [Website] (Quelle)

Was ist in Köln anders als anderswo?

Kombination aus Rheinhochwasser, Bachhochwasser und Grundhochwasser: In Köln sind nicht nur rheinnahe Lagen (wie Altstadt, Rodenkirchen, Poll, Deutz, Mülheim oder Worringen) durch Flusshochwasser gefährdet; in alten Rheinarmen und tiefer gelegenen Quartieren tritt bei hohen Rheinpegeln zeitverzögert Grundhochwasser auf, das Keller auch in großem Abstand zum Flussufer unter Wasser setzen kann. Rechtsrheinisch besteht zudem entlang von Strunde, Frankenforstbach und Mutzbach eine eigenständige Bachhochwassergefahr (Quelle).

Gebäudescharfe 3D-Starkregenkarten seit Juni 2025: Als eine der ersten deutschen Großstädte haben die StEB Köln im Juni 2025 interaktive 3D-Starkregengefahrenkarten freigeschaltet, mit denen Erben und Kaufinteressenten vor einer Besichtigung exakt ablesen können, an welcher Hausseite sich Oberflächenwasser bei Starkregen staut und ob Lichtschächte, Kellerabgänge oder Tiefgaragenzufahrten gefährdet sind (Quelle).

Kein Radon-Vorsorgegebiet: Da in Nordrhein-Westfalen landesweit keine Gemeinde die Kriterien eines Radonvorsorgegebiets (§ 121 Strahlenschutzgesetz) erfüllt, bestehen beim Verkauf oder der Sanierung eines Kölner Einfamilienhauses keine besonderen gesetzlichen Radon-Mess- oder Schutzpflichten (Quelle).

Wie gehen Sie in Köln am besten vor?

  1. In den Gefahrenkarten nachsehen, ob das Haus in einem Risikogebiet liegt.
  2. Prüfen, ob die Gebäudeversicherung Elementarschäden abdeckt.
  3. Bei Leerstand Keller und Abflüsse regelmäßig kontrollieren lassen.
  4. Käufer auf bekannte Risiken hinweisen.

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Ich kaufe und vermiete selbst Wohnungen in Freiburg und München und kenne die Fragen rund um Wert, Mieter und Verkauf aus eigener Erfahrung. Mit diesem Angebot möchte ich Familien helfen, in Ruhe die passende Entscheidung zu treffen, statt sie zu einem schnellen Verkauf zu drängen.