Wohin mit dem Elternhaus

Pflege und Alter

Eltern in Hamburg ist das Haus zu groß: Welche Wege gibt es?

Herausgegeben von Wohin mit dem Elternhaus

Wenn das eigene Haus oder eine große Wohnung im Alter zu beschwerlich wird, hält das kommunale Hamburger Wohnungsunternehmen SAGA Unternehmensgruppe (mit über 134.000 Wohnungen Deutschlands größtes kommunales Wohnungsunternehmen) mehr als 20 eigene Service-Wohnanlagen, klassische barrierearme Seniorenwohnungen (meist 35 bis 50 m² für eine Person, 52 bis 60 m² für zwei Personen) sowie das nach dem Bielefelder Modell entwickelte Quartierskonzept „LeNa (Lebendige Nachbarschaft)“ mit je 40 bis 80 barrierefreien Wohneinheiten, Gemeinschaftsraum, Nachbarschaftsbüro und 24-Stunden-Pflegedienstpräsenz bereit.

Was gilt in Hamburg im Einzelnen?

Für SAGA-Mieterinnen und SAGA-Mieter ab 65 Jahren, die nach dem Auszug der Kinder von einer großen in eine kleinere Wohnung wechseln möchten, betreibt die SAGA eine eigene Wohnungstauschbörse im Bestand. Stadtweit gibt es in Hamburg 192 Servicewohnanlagen mit 13.436 Wohnungen (Stand Rahmenplanung der Sozialbehörde S. 82).

Eine besonders wichtige Hamburger Ausnahmeregel gilt beim Wohnberechtigungsschein (§-5-Schein) für öffentlich geförderte Servicewohnungen: Laut Ratgeber der Sozialbehörde zum Servicewohnen nutzen die Hamburger Bezirksämter ihren Ermessensspielraum so, dass Seniorinnen und Senioren, die durch ihren Umzug eine größere Wohnung oder ein Haus frei machen oder aus gesundheitlichen Gründen auf die Wohnung angewiesen sind, in der Regel auch trotz Überschreitung der regulären Einkommensgrenze einen Wohnberechtigungsschein erhalten. Ein institutionalisiertes Hochschulprogramm „Wohnen für Hilfe“ (Studierende wohnen gegen Alltagshilfe bei Seniorinnen und Senioren) wird vom Studierendenwerk Hamburg derzeit nicht betrieben, obwohl ein entsprechender Bürgerschaftsantrag in Hamburg diskutiert wurde.

Welche Zahlen und Regeln gelten in Hamburg?

Alle Angaben stammen aus amtlichen Quellen. Der Link führt jeweils zur Fundstelle.

AngabeWertStandQuelle
Kommunales Wohnungsunternehmen in Hamburg (Bestandsgröße)SAGA Unternehmensgruppe (SAGA Siedlungs-Aktiengesellschaft Hamburg) mit mehr als 134.000 Wohnungen Deutschlands größtes kommunales Wohnungsunternehmen; darunter 18.570 schwellenfrei erreichbare, 2.515 barrierearme und 1.465 barrierefreie Wohnungen2019-09Quelle, S. 4
SAGA Service-Wohnanlagen für Seniorinnen und SeniorenMehr als 20 eigene Service-Wohnanlagen im SAGA-Bestand (u. a. Neubauquartier Am Weißenberge in Hamburg-Nord mit 114 öffentlich geförderten Seniorenwohnungen)2019-09Quelle, S. 52
SAGA-Quartiersmodell „LeNa (Lebendige Nachbarschaft)“Entwickelt in Anlehnung an das Bielefelder Modell: je Standort 40 bis 80 barrierefreie Wohneinheiten für Ältere, barrierearmes Wohnumfeld, Gemeinschaftsraum als Quartierstreffpunkt, Nachbarschaftsbüro, Quartierskoordination und Quartiersbüro eines Pflegedienstes2022-10Quelle, S. 66
SAGA Wohnungstauschbörse für die Generation 65+Eigene Wohnungstauschbörse der SAGA Unternehmensgruppe speziell für Mieterinnen und Mieter ab 65 Jahren, die nach dem Auszug der Kinder in eine kleinere Wohnung wechseln möchten2019-09Quelle, S. 33
Stadtweiter Bestand an Servicewohnanlagen in Hamburg (alle Träger)192 Servicewohnanlagen mit insgesamt 13.436 Wohnungen in den sieben Hamburger Bezirken sowie 15 weitere Anlagen mit ca. 1.600 Wohnungen in Planung2022-10Quelle, S. 61
Hamburger WBS-Ausnahmeregel (§-5-Schein) beim Freimachen einer größeren WohnungFür öffentlich geförderte Servicewohnungen ist ein Wohnberechtigungsschein (§-5-Schein) nötig; die Hamburger Bezirksämter erteilen ihn im Ermessenswege in der Regel auch trotz „zu hohen Einkommens“, wenn durch den Umzug eine größere Wohnung frei gemacht wird oder besondere gesundheitliche Gründe vorliegen2026-10-31Quelle
Zugangsvoraussetzungen für das Hamburger ServicewohnenIn der Regel Mindestalter 60 Jahre und Aufgabe der Berufstätigkeit; Koppelung von Mietvertrag und Betreuungsvertrag nach § 6 HmbWBG2026-10-31Quelle
Haus-Pflege-Gemeinschaften als Alternative zum Umzug ins HeimZusammenschluss von in der Regel 12 Personen mit eigenen Wohnungen innerhalb eines Hauses oder einer Wohnanlage mit gemeinsamem Gemeinschaftsraum/Wohnküche und geteiltem Betreuungsdienst (u. a. Mesterkamp in Barmbek-Süd, Schlicksweg in Barmbek-Nord)2022-10Quelle, S. 65
Umbau-Förderung statt Auszug: IFB-Zuschuss für das eigene Haus (bis 20.000 €)Möchten Eltern im Haus bleiben, fördert die IFB Hamburg den barrierefreien Umbau (z. B. Verlegung des Wohnungseingangs über Terrassentür 4.130 €, Treppenlift bis 16.480 €, Grundrissänderung bis 4.460 €) mit bis zu 20.000 € Zuschuss2026-01-01Quelle, S. 3,
Zuschuss der Pflegekasse für Umzugskosten bzw. Wohnumfeldanpassung in der neuen Wohnung (§ 40 Abs. 4 SGB XI)Bis zu 4.180 € ab Pflegegrad 1 für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfelds (auch bei Anpassungsmaßnahmen in einer neuen, kleineren Senioren- oder Servicewohnung einsetzbar)2026-10-31Quelle
Status von „Wohnen für Hilfe“ (Studierende unterstützen Senioren gegen Wohnraum) beim Deutschen StudierendenwerkBundesweit beteiligen sich 11 Studierendenwerke an „Wohnen für Hilfe“ (Faustregel: 1 Stunde Alltagshilfe im Monat je m² Zimmerfläche, ohne Pflegeleistungen); das Studierendenwerk Hamburg gehört nicht zu den teilnehmenden Studierendenwerken2026-10-31Quelle
Parlamentarische Initiative zu „Wohnen für Hilfe“ in der Hamburgischen BürgerschaftBürgerschaftsantrag zur Einführung von „Wohnen für Hilfe“ in Hamburg nach dem Vorbild von Bremen, Köln, München, Stuttgart und Kiel; keine dauerhafte zentrale städtische Vermittlungsstelle etabliert2018-04-12Quelle

Sie bekommen einen Ablauf für Ihr Elternhaus in Hamburg, mit den zuständigen Stellen und ohne Anrufflut.

Fahrplan für Ihre Familie anfordern

Welche Stellen sind in Hamburg zuständig?

  • Bezirksämter Hamburg: Fachämter Grundsicherung und Soziales / Wohnungsabteilungen (Wohnberechtigungsschein / §-5-Schein für Servicewohnen): Ratgeber Servicewohnen und Antrag auf Wohnberechtigungsschein über die Sozialbehörde Hamburg: Quelle (

Wie gehen Sie in Hamburg am besten vor?

  1. In Ruhe mit den Eltern besprechen, was ihnen wichtig ist.
  2. Wohnberatung und Umbau als ersten Schritt prüfen.
  3. Alternativen vergleichen: kleinere Wohnung, betreutes Wohnen, Verkauf mit Wohnrecht.
  4. Vor jedem Verkauf eine Wertspanne einholen und Vollmachten klären.

Sie müssen heute nichts entscheiden. Wichtig ist nur, dass keine Frist verstreicht und das Haus gesichert ist.

Ein Ansprechpartner, ein Anruf, keine Weitergabe Ihrer Daten ohne Ihr Ja.

Kostenlose Ersteinschätzung

Umzug ins Pflegeheim: Was wird aus dem Haus? Kostenlose Ersteinschätzung

Fünf kurze Fragen, danach rufen wir Sie an. Wir klären mit Ihnen, ob ein Verkauf überhaupt nötig ist, was Vermieten bringen würde und welche Fristen und Genehmigungen gelten. Kostenlos und unverbindlich.

Wer schreibt uns?
Wie ist die Pflegesituation?
Gibt es eine Vollmacht oder Betreuung?

Davon hängt ab, ob ein Gericht zustimmen muss.

Um welche Immobilie geht es?
Wobei können wir helfen?
Wohin dürfen wir die Einschätzung schicken?
Kostenlos und unverbindlich. Keine Anrufflut, Anruf nur auf Ihren Wunsch.

Warum kostenlos? Wenn Sie später einen Makler, Entrümpler oder Käufer brauchen und wir einen passenden Partner vermitteln, zahlt dieser uns eine Provision. Für Sie ändert sich am Preis nichts. Ob Sie das wollen, entscheiden nur Sie.

Rückruf innerhalb von zwei Werktagen. Kein Newsletter. Weitergabe an Partner nur mit Ihrem Häkchen.

Nils Puhlmann Ihr Ansprechpartner

Ich kaufe und vermiete selbst Wohnungen in Freiburg und München und kenne die Fragen rund um Wert, Mieter und Verkauf aus eigener Erfahrung. Mit diesem Angebot möchte ich Familien helfen, in Ruhe die passende Entscheidung zu treffen, statt sie zu einem schnellen Verkauf zu drängen.