Stadt und Daten
Wie wohnen ältere Menschen in Düsseldorf?
Herausgegeben von Wohin mit dem Elternhaus
Zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 wurden in der Landeshauptstadt Düsseldorf bei einer amtlichen Einwohnerzahl von 611.258 Personen insgesamt 74.932 Gebäude mit Wohnraum und 349.605 Wohnungen gezählt. Die Gebäudestruktur unterscheidet sich deutlich vom nordrhein-westfälischen Landesdurchschnitt: Während landesweit 63,3 Prozent aller Wohngebäude Einfamilienhäuser sind, liegt der Anteil freistehender Einfamilienhäuser in Düsseldorf bei lediglich 10,3 Prozent.
Was gilt in Düsseldorf im Einzelnen?
Umgekehrt weist Düsseldorf mit durchschnittlich 4,7 Wohnungen je Gebäude mit Wohnraum (NRW: 2,3) und einem Anteil von 21,5 Prozent bei Gebäuden mit sieben bis zwölf Wohnungen den landesweit höchsten Geschosswohnungsanteil auf. Mit einer Eigentümerquote von 22,1 Prozent in Wohngebäuden ohne Wohnheime (NRW: 40,6 Prozent) beziehungsweise einem Mietwohnungsanteil von 75,7 Prozent (rund 78 Prozent bezogen auf bewohnte Wohnungen, absolut 265.533 vermietete Wohnungen zu durchschnittlich 9,24 Euro je Quadratmeter Nettokaltmiete) ist Düsseldorf die ausgeprägteste Mieterstadt Nordrhein-Westfalens; die durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung liegt bei 77,6 Quadratmetern (gerundet 78 Quadratmeter).
Für Erbengemeinschaften, die in Düsseldorf ein Elternhaus oder ein älteres Mehrfamilienhaus übernehmen, ist vor allem die Alters- und Heizungsstruktur des Gebäudebestands entscheidend: Mit 44,1 Prozent (rund 33.045 Gebäuden) stammt fast die Hälfte aller Düsseldorfer Gebäude mit Wohnraum aus der Nachkriegs- und Wiederaufbauphase von 1949 bis 1978, weitere 16,4 Prozent wurden zwischen 1919 und 1948 und 10,6 Prozent bereits vor 1919 errichtet. Insgesamt sind damit 71,1 Prozent aller Wohngebäude vor 1979 gebaut worden und fallen bei einem Eigentümerwechsel unter die Prüf- und Nachrüstpflichten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG).
Bei der Wärmeversorgung dominieren fossile Energieträger: 73,9 Prozent aller 349.605 Düsseldorfer Wohnungen wurden im Mai 2022 mit Gas und 7,6 Prozent mit Heizöl beheizt, während 14,3 Prozent an das Fernwärmenetz angeschlossen waren und lediglich 0,9 Prozent erneuerbare Energien (Solar, Geothermie, Wärmepumpen) nutzten. Am Zensusstichtag standen 10.471 Wohnungen (3,0 Prozent aller Wohnungen beziehungsweise 2,9 Prozent in Wohngebäuden ohne Wohnheime) leer.
Welche Zahlen und Regeln gelten in Düsseldorf?
Alle Angaben stammen aus amtlichen Quellen. Der Link führt jeweils zur Fundstelle.
| Angabe | Wert | Stand | Quelle |
|---|---|---|---|
| Amtliche Einwohnerzahl und Gebäude-/Wohnungsbestand in Düsseldorf beim Zensus 2022 | 611.258 Einwohner, 74.932 Gebäude mit Wohnraum und 349.605 Wohnungen am Zensusstichtag 15. Mai 2022 | 2022-05-15 | Quelle |
| Wohnungsbestandsquote in Düsseldorf auf Zensus-2022-Basis | 57,4 Wohnungen je 100 Einwohner (NRW-Durchschnitt: 51,3 Wohnungen je 100 Einwohner) | 2024-12-31 | Quelle |
| Baujahresklassen vor 1979 in Düsseldorf (Altbau und Nachkriegsbestand) | 71,1 % aller 74.932 Gebäude mit Wohnraum wurden vor 1979 errichtet: 10,6 % vor 1919, 16,4 % von 1919 bis 1948 und 44,1 % von 1949 bis 1978 | 2022-05-15 | Quelle |
| Eigentümerquote in Düsseldorf beim Zensus 2022 | 22,1 % Eigentümerquote in Wohngebäuden ohne Wohnheime (NRW: 40,6 %; Regierungsbezirk Düsseldorf: 35,9 %) | 2022-05-15 | Quelle |
| Mietwohnungsanteil in Düsseldorf (höchster Wert in NRW) | 75,7 % bezogen auf alle Wohnungen in Wohngebäuden ohne Wohnheime bzw. rund 78 % der bewohnten Wohnungen (265.533 vermietete Wohnungen) | 2022-05-15 | Quelle |
| Anteil freistehender Einfamilienhäuser in Düsseldorf | 10,3 % freistehende Einfamilienhäuser am Gebäudebestand mit Wohnraum (NRW-Anteil aller Einfamilienhäuser: 63,3 %) | 2022-05-15 | Quelle |
| Anteil größerer Mehrfamilienhäuser (7 bis 12 Wohnungen) in Düsseldorf | 21,5 % der Wohngebäude haben 7 bis 12 Wohnungen (höchster Anteil in NRW vor Köln mit 16,2 %) | 2022-05-15 | Quelle |
| Durchschnittliche Wohnfläche je Wohnung und Wohnungen je Gebäude in Düsseldorf | 77,6 Quadratmeter durchschnittliche Fläche je Wohnung und 4,7 Wohnungen je Gebäude (NRW: 92,7 Quadratmeter und 2,3 Wohnungen je Gebäude) | 2022-05-15 | Quelle |
| Energieträger der Heizung in Düsseldorfer Wohnungen | 73,9 % Gas, 14,3 % Fernwärme, 7,6 % Heizöl und 0,9 % Erneuerbare (Solar, Geothermie, Wärmepumpen) bei 349.605 Wohnungen | 2022-05-15 | Quelle |
| Heizungsstruktur nach Baualter in Nordrhein-Westfalen | Unter 3 % Anteil von Solar, Geothermie oder Wärmepumpen in vor 2010 errichteten Wohnungen gegenüber mehr als 25 % bei Neubauten nach 2010 | 2022-05-15 | Quelle |
| Wohnungsleerstand in Düsseldorf beim Zensus 2022 | 10.471 leerstehende Wohnungen (3,0 % aller Wohnungen bzw. 2,9 % in Wohngebäuden ohne Wohnheime; NRW: 3,3 %) | 2022-05-15 | Quelle |
| Marktaktiver Leerstand in Nordrhein-Westfalen (innerhalb von 3 Monaten verfügbar) | 1,4 % marktaktiver Leerstand im NRW-Landesdurchschnitt gegenüber 3,3 % Gesamtleerstand | 2022-05-15 | Quelle |
| Durchschnittliche Nettokaltmiete in Düsseldorf beim Zensus 2022 | 9,24 Euro je Quadratmeter bei 265.533 vermieteten Wohnungen (Platz 2 in NRW hinter Köln; NRW-Durchschnitt: 6,82 Euro je Quadratmeter) | 2022-05-15 | Quelle |
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Fahrplan für Ihre Familie anfordernWas ist in Düsseldorf anders als anderswo?
Ausgeprägte Mieter- und Geschosswohnungsstadt: Mit 22,1 Prozent Eigentümerquote, 4,7 Wohnungen je Gebäude und 21,5 Prozent Gebäuden mit sieben bis zwölf Wohnungen werden in Düsseldorf neben Ein- und Zweifamilienhäusern überdurchschnittlich häufig Eigentumswohnungen und kleinere Mehrfamilienhäuser (Zinshäuser) der Nachkriegszeit (1949 bis 1978: 44,1 Prozent des Bestands) vererbt (Quelle, Quelle).
Hohe Abhängigkeit von Gas und Fernwärme: 88,2 Prozent aller Düsseldorfer Wohnungen werden leitungsgebunden mit Gas (73,9 Prozent) oder Fernwärme (14,3 Prozent) beheizt, während Heizöl (7,6 Prozent) vor allem in älteren Einfamilienhäusern der Randbezirke vorkommt (Quelle).
Wie gehen Sie in Düsseldorf am besten vor?
- Die Zahlen des Zensus zeigen, wie viele Menschen im eigenen Haus wohnen.
- Große Wohnflächen bei Alleinlebenden sind ein Anlass, früh über das Haus zu sprechen.
- Leerstand ist in vielen Städten knapp, ein leeres Haus fällt auf.
- Gespräche in der Familie lieber früh als unter Zeitdruck führen.
Sie müssen heute nichts entscheiden. Wichtig ist nur, dass keine Frist verstreicht und das Haus gesichert ist.
Ein Ansprechpartner, ein Anruf, keine Weitergabe Ihrer Daten ohne Ihr Ja.
Kostenlose ErsteinschätzungHäufige Fragen
Fällt unser geerbtes Düsseldorfer Elternhaus aus den Baujahren 1949 bis 1978 beim Eigentümerwechsel unter die Austausch- und Dämmungspflichten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)?
Da 71,1 Prozent der Düsseldorfer Wohngebäude vor 1979 errichtet wurden, müssen Erben binnen zwei Jahren nach Grundbucheintragung insbesondere die Dämmung der obersten Geschossdecke und den Austausch alter Konstanttemperatur-Heizkessel (über 30 Jahre alt) prüfen (Quelle).
Ist am Standort des geerbten Hauses ein Anschluss an das Düsseldorfer Fernwärmenetz möglich oder ist beim Heizungstausch eine Wärmepumpe erforderlich?
Während im Geschosswohnungsbestand bereits 14,3 Prozent der Wohnungen mit Fernwärme versorgt werden, dominieren in vor 2010 gebauten Ein- und Zweifamilienhäusern noch Gas- und Ölheizungen, sodass außerhalb der Fernwärmesatzungsgebiete meist eine Wärmepumpe oder Hybridlösung geplant werden muss (Quelle).
Warum stehen in Düsseldorf trotz Wohnungsknappheit laut Zensus 10.471 Wohnungen (3,0 Prozent) leer?
Mehr als die Hälfte des statistischen Leerstands entfällt auf nicht kurzfristig verfügbare Wohnungen wegen laufender Sanierungen, Erbschaftsabwicklungen oder anstehender Verkäufe, während der innerhalb von drei Monaten verfügbare marktaktive Leerstand in NRW nur 1,4 Prozent beträgt (Quelle).