Leerstand
Was kostet das leerstehende Elternhaus in Bremen im Monat?
Herausgegeben von Wohin mit dem Elternhaus
Steht ein geerbtes Einfamilienhaus in der Stadtgemeinde Bremen während der Nachlassabwicklung oder Vorbereitung eines Verkaufs leer, laufen die öffentlich-rechtlichen Grundabgaben unvermindert weiter. Seit dem 1. Januar 2025 beträgt der Hebesatz der Grundsteuer B in der Stadtgemeinde Bremen 755 Prozent, während Wohngrundstücke nach § 1 Absatz 1 Nummer 2 des Bremischen Grundsteuermesszahlengesetzes (BremGrStMG) mit einer reduzierten Steuermesszahl von 0,31 Promille bewertet werden (Nichtwohngrundstücke und unbebaute Grundstücke: 0,75 Promille).
Was gilt in Bremen im Einzelnen?
Bei einem beispielhaften Grundsteuerwert von 200.000 € ergibt sich daraus ein Steuermessbetrag von 62,00 € und eine jährliche Grundsteuer B von 468,10 €. Für die Abfallentsorgung erhebt die Anstalt öffentlichen Rechts Die Bremer Stadtreinigung (DBS) seit dem 1.
Januar 2026 eine feste Grundgebühr von 59,50 € pro Jahr je Nutzungseinheit zuzüglich mindestens 73,54 € pro Jahr für den kleinsten Restmüllbehälter (60 Liter mit 9 Leerungen), insgesamt also mindestens 133,04 € jährlich. Die durch hanseWasser im Auftrag der Stadtgemeinde Bremen abgerechnete Niederschlagswassergebühr beläuft sich seit dem 1.
April 2024 auf 0,83 € je vollem Quadratmeter versiegelter Fläche im Jahr, wogegen die Schmutzwassergebühr von 2,93 € je Kubikmeter bei abgestelltem Wasserbezug auf 0,00 € sinkt. Laufende kommunale Straßenreinigungsgebühren fallen in der Stadtgemeinde Bremen nicht an, jedoch bleiben Eigentümer nach § 41 des Bremischen Landesstraßengesetzes (BremLStrG) zur Gehwegreinigung, Laubentfernung und zum Winterdienst verpflichtet.
Für ein leerstehendes Muster-Einfamilienhaus (140 m² Wohnfläche, 500 m² Grundstück, 150 m² versiegelte Fläche, 200.000 € Grundsteuerwert) summieren sich die belegten kommunalen Abgaben auf 725,64 € im Jahr (60,47 € im Monat), zuzüglich der individuell vertraglichen Kosten für Gebäudeversicherung und Frostschutzheizung (jeweils OFFEN).
Welche Zahlen und Regeln gelten in Bremen?
Alle Angaben stammen aus amtlichen Quellen. Der Link führt jeweils zur Fundstelle.
| Angabe | Wert | Stand | Quelle |
|---|---|---|---|
| Grundsteuer B Hebesatz (Stadtgemeinde Bremen) | 755 Prozent | 2025-01-01 | Quelle |
| Grundsteuer A Hebesatz (Land- und Forstwirtschaft) | 0 Prozent | 2025-01-01 | Quelle |
| Steuermesszahl Wohngrundstücke (BremGrStMG) | 0,31 Promille für Wohngrundstücke (§ 249 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 BewG); 0,75 Promille für Nichtwohngrundstücke und unbebaute Grundstücke | 2025-01-01 | Quelle |
| Abfallentsorgung Grundgebühr je Nutzungseinheit | 59,50 € pro Kalenderjahr | 2026-01-01 | Quelle |
| Niederschlagswassergebühr (versiegelte Fläche) | 0,83 € pro vollem m² versiegelter Fläche und Jahr (Normaldach Faktor 1,0; Gründach und teilgepflasterte Flächen Faktor 0,3) | 2024-04-01 | Quelle |
| Schmutzwassergebühr | 2,93 € pro m³ Frischwasserbezug (bei Leerstand ohne Wasserverbrauch 0,00 €) | 2024-04-01 | Quelle |
| Straßenreinigung und Winterdienst (Anliegerpflichten) | 0,00 € laufende Straßenreinigungsgebühr (Finanzierung über städtische Zuwendungen nach § 11 Abs. 2 Errichtungsortsgesetz DBS); Reinigungspflicht für Gehwege nach § 41 BremLStrG werktags 07:00 bis 20:30 Uhr, sonn- und feiertags 09:00 bis 20:00 Uhr | 2026-11-01 | Quelle |
| Zweitwohnungsteuer (bei Vorhaltung als Zweitwohnung) | 12 Prozent der jährlichen Nettokaltmiete (Steueranmeldung jeweils bis 1. März für das Vorjahr) | 2016-01-01 | Quelle |
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Fahrplan für Ihre Familie anfordernWelche Stellen sind in Bremen zuständig?
- Finanzamt Bremen (Grundsteuerstelle für die Stadtgemeinde Bremen) Adresse: Rudolf-Hilferding-Platz 1, 28195 Bremen Rolle: Festsetzung des Grundsteuerwerts, des Grundsteuermessbetrags (0,31 Promille für Wohngrundstücke) und Erhebung der Grundsteuer B sowie der Zweitwohnungsteuer (PDF-Seite 2) und Quelle (PDF-Seite 68)
Was ist in Bremen anders als anderswo?
Eigenes Bremisches Grundsteuermesszahlengesetz (BremGrStMG): Obwohl Bremen dem Bundesmodell (Wertmodell) bei der Grundsteuerreform folgt, hat das Land Bremen mit Drucksache 21/688 eigene Steuermesszahlen eingeführt, um Wohngrundstücke (0,31 Promille) gegenüber Nichtwohngrundstücken und unbebauten Grundstücken (jeweils 0,75 Promille) zu entlasten (Quelle). Vorsicht bei unbebauten Nachbargrundstücken oder abrissreifen Objekten: Sobald ein Grundstück als unbebautes Grundstück gilt, steigt die Steuermesszahl von 0,31 Promille auf 0,75 Promille und verdoppelt die Grundsteuerlast mehr als.
Wie gehen Sie in Bremen am besten vor?
- Gebäudeversicherung sofort über den Leerstand informieren (§ 23 VVG).
- Grundsteuer, Abfall, Wasser und Strom auf die Erben umschreiben.
- Heizung im Winter frostsicher betreiben oder fachgerecht entleeren lassen.
- Regelmäßige Kontrollgänge vereinbaren, wenn niemand aus der Familie vor Ort ist.
Sie müssen heute nichts entscheiden. Wichtig ist nur, dass keine Frist verstreicht und das Haus gesichert ist.
Ein Ansprechpartner, ein Anruf, keine Weitergabe Ihrer Daten ohne Ihr Ja.
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