Wohin mit dem Elternhaus

Stadt und Daten

Wie wohnen ältere Menschen in Dortmund?

Herausgegeben von Wohin mit dem Elternhaus

Zum Zensus-Stichtag 15. Mai 2022 zählt die kreisfreie Stadt Dortmund (AGS 05913000) 598.255 Einwohnerinnen und Einwohner (+0,9 Prozent bzw. +27.112 Personen gegenüber dem Zensus 2011). Im Gebäude- und Wohnungsbestand weist der Zensus 2022 für Dortmund (Wohngebäude ohne Wohnheime) eine Eigentümerquote von 27,0 Prozent und einen Mietwohnungsanteil von 70,6 Prozent aus (Nordrhein-Westfalen: 40,6 Prozent Eigentümerquote und 57,4 Prozent Mietquote; Regierungsbezirk Arnsberg: 39,6 Prozent Eigentümerquote; Ruhrgebiet: 33,2 Prozent Eigentümerquote).

Was gilt in Dortmund im Einzelnen?

Die zensusbasierte Wohnungsleerstandsquote liegt in Dortmund bei 3,3 Prozent (NRW: 3,3 Prozent), wovon 1,8 Prozent auf den marktaktiven Leerstand (innerhalb von drei Monaten verfügbar) und 42 Prozent des Leerstands (1,4 Prozent des Gesamtwohnungsbestandes) auf Wohnungen mit einer Leerstandsdauer über zwölf Monate entfallen. Nach der kommunalen Stromzählermethode stehen zum 31.12.2024 in Dortmund 7.300 Wohnungen leer (Quote 2,2 Prozent), darunter 5.300 strukturell länger als sechs Monate ungenutzte Einheiten (1,6 Prozent).

Die durchschnittliche Wohnungsgröße beträgt laut Zensus 2022 in Dortmund 79,7 Quadratmeter bei durchschnittlich 3,3 Wohnungen je Gebäude mit Wohnraum (NRW: 92,7 Quadratmeter und 2,3 Wohnungen je Gebäude), die Wohnfläche pro Person liegt bei 42,7 Quadratmetern (NRW: 46,2 Quadratmeter) und die durchschnittliche Nettokaltmiete am 15.05.2022 bei 6,45 €/m². Im Wohnungsbestand dominieren Mehrfamilienhäuser mit 76,5 Prozent der Wohnungen (246.571 WE) gegenüber 23,5 Prozent in Ein- und Zweifamilienhäusern (75.673 WE, die jedoch rund 60 Prozent aller Wohngebäude stellen), die Nachkriegsbaujahre 1949 bis 1969 (44 Prozent) sowie fossile Heizungsträger (rund 80 Prozent Gas und 6 Prozent Heizöl gegenüber 7,5 Prozent Fernwärme und 1,2 Prozent Wärmepumpen, Solar- und Geothermie).

Welche Zahlen und Regeln gelten in Dortmund?

Alle Angaben stammen aus amtlichen Quellen. Der Link führt jeweils zur Fundstelle.

AngabeWertStandQuelle
Zensus 2022 Leerstandsquote gesamt vs. marktaktiver Leerstand in DortmundGesamte Leerstandsquote 3,3 Prozent (NRW: 3,3 Prozent), marktaktiver Leerstand (innerhalb von drei Monaten verfügbar) 1,8 Prozent2022-05Quelle, S. 47
Kommunale Leerstandserhebung nach Stromzählermethode in Dortmund (Stichtag 31.12.2024)7.300 leerstehende Wohnungen (Leerstandsquote 2,2 Prozent), davon 2.000 Wohnungen kurzfristig bis maximal 6 Monate (0,6 Prozent) und 5.300 Wohnungen strukturell länger als 6 Monate (1,6 Prozent)2024-12Quelle, S. 48
Leerstandsdauer und Leerstandsgründe laut Zensus 2022 in Dortmund42 Prozent des gesamten Leerstands (1,4 Prozent des Gesamtwohnungsbestandes) länger als 12 Monate ungenutzt; rund 23 Prozent wegen laufender oder geplanter Baumaßnahmen länger als 3 Monate unbewohnt; 12 Prozent (0,4 Prozent des Bestands) aus sonstigen Gründen leer2022-05Quelle, S. 49
Leerstandsquoten nach Gebäudetyp, Baualter und Eigentümergruppe laut Zensus 2022 in DortmundEigenheime 2,7 Prozent, Mehrfamilienhäuser 3,2 Prozent; Baujahr vor 1919 Quote 5,1 Prozent, 1950er Jahre 4,1 Prozent (fast 90 Prozent der leerstehenden Wohnungen vor 1979 gebaut); Privatpersonen 3,6 Prozent, privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen 3,9 Prozent2022-05Quelle, S. 49
Fortschreibung des Gebäude- und Wohnungsbestands in Dortmund zum 31.12.202498.918 Gebäude mit Wohnraum und 338.114 Wohnungen (inkl. Wohnheime), davon 97.288 Wohngebäude mit 324.654 Wohnungen, 1.429 Nichtwohngebäude mit 4.094 Wohnungen und 201 Wohnheime mit 9.366 Wohnungen; durchschnittliche Belegungsziffer 1,8 Einwohner je Wohnung2024-12Quelle, S. 1
Baualtersklassen des Dortmunder WohnungsbestandsBis 1918: 11 Prozent, 1919 bis 1948: 13 Prozent (Altbau vor 1949 zusammen 24 Prozent), 1949 bis 1969: 44 Prozent, 1970 bis 1999: 23 Prozent, 2000 bis 2019: 7 Prozent, ab 2020: 2 Prozent2025-05Quelle, S. 38
Heizungsarten und Energieträger der Heizung laut Zensus 2022 sowie Eigentumswohnungen laut Grundsteuerdatei in DortmundZensus 2022 Heizungsenergieträger: ca. 80 Prozent Gas, 7,5 Prozent Fernwärme, 6 Prozent Heizöl, 1,2 Prozent Wärmepumpen, Solar- und Geothermie; Grundsteuerdatei (Ende 2024): 23,6 Prozent selbstgenutzte Wohnungen sowie 62.019 registrierte Eigentumswohnungen (davon 41 Prozent selbstgenutzt)2024-12Quelle, S. 39
Durchschnittliche Nettokaltmiete in Dortmund laut Zensus 2022 (Stichtag 15.05.2022) und Wiedervermietungsmiete 2024Zensus 2022 (15.05.2022): 6,45 €/m² arithmetisches Mittel (Deutschland: 7,28 €/m²; Dortmunder Mietspiegel-Stichtag 01.05.2022: 6,34 €/m²); mittlere Wiedervermietungsmiete im Bestand 2024: 8,97 €/m² (Median), im Neubau: 13,29 €/m²2024-12Quelle, S. 71

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Welche Stellen sind in Dortmund zuständig?

  • Stadt Dortmund, Amt für Wohnen (Fachbereich 64/1 - Wohnungsmarktbeobachtung): Südwall 2 bis 4, 44137 Dortmund, Tel. 0231 50-0, Quelle

Was ist in Dortmund anders als anderswo?

Niedrige Wohneigentumsquote bei hohem Gebäudebestand an Ein- und Zweifamilienhäusern: Dortmund liegt mit einer zensusbasierten Eigentümerquote von 27,0 Prozent (Grundsteuerdatei Ende 2024: 23,6 Prozent selbstgenutzte Wohnungen) deutlich unter dem nordrhein-westfälischen Landesschnitt von 40,6 Prozent, dennoch sind rund 60 Prozent aller rund 97.000 Dortmunder Wohngebäude Ein- und Zweifamilienhäuser mit zusammen 75.673 Wohneinheiten (Quelle).

Hoher Nachkriegs- und Sanierungsanteil im Bestand: 44 Prozent aller Wohnungen in Dortmund stammen aus den Wiederaufbaujahren 1949 bis 1969 und weitere 23 Prozent aus den Jahren 1970 bis 1999; fast 90 Prozent der beim Zensus 2022 erfassten leerstehenden Wohnungen wurden vor 1979 errichtet, und rund 86 Prozent des Wohnungsbestands werden noch fossil mit Gas (ca. 80 Prozent) oder Heizöl (6 Prozent) beheizt (Quelle).

Zweigeteilte Leerstandsmessung (Zensus 2022 vs. Stromzählermethode): Während der Zensus 2022 zum Stichtag 15.05.2022 eine Gesamtleerstandsquote von 3,3 Prozent (marktaktiv innerhalb von drei Monaten: 1,8 Prozent; länger als 12 Monate ungenutzt: 1,4 Prozent des Bestands) ausweist, erfasst das Amt für Wohnen über abgemeldete Stromzähler zum 31.12.2024 insgesamt 7.300 leerstehende Wohnungen bzw. 2,2 Prozent, davon 5.300 Wohnungen (1,6 Prozent) mit strukturellem Leerstand über sechs Monate (Quelle).

Wie gehen Sie in Dortmund am besten vor?

  1. Die Zahlen des Zensus zeigen, wie viele Menschen im eigenen Haus wohnen.
  2. Große Wohnflächen bei Alleinlebenden sind ein Anlass, früh über das Haus zu sprechen.
  3. Leerstand ist in vielen Städten knapp, ein leeres Haus fällt auf.
  4. Gespräche in der Familie lieber früh als unter Zeitdruck führen.

Sie müssen heute nichts entscheiden. Wichtig ist nur, dass keine Frist verstreicht und das Haus gesichert ist.

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Häufige Fragen

Wie hoch ist die Eigentümerquote in Dortmund laut Zensus 2022 im Vergleich zu Nordrhein-Westfalen?

Zum Zensus-Stichtag 15. Mai 2022 liegt der Anteil der vom Eigentümer bewohnten Wohnungen in Dortmund bei 27,0 Prozent (70,6 Prozent vermietete Wohnungen), während der Landesdurchschnitt in Nordrhein-Westfalen 40,6 Prozent und der Schnitt im Ruhrgebiet 33,2 Prozent beträgt.

Warum stehen in Dortmund laut Zensus 2022 Wohnungen und Eigenheime leer, obwohl Wohnungsmangel herrscht?

Von der zensusbasierten Gesamtleerstandsquote von 3,3 Prozent sind nur 1,8 Prozent kurzfristig innerhalb von drei Monaten am Markt verfügbar; 23 Prozent des Leerstands entfallen auf laufende oder geplante Baumaßnahmen, 42 Prozent stehen bereits länger als zwölf Monate leer und fast 90 Prozent der leerstehenden Einheiten wurden vor 1979 gebaut.

Welche Heizungsarten und Baualtersklassen prägen vererbte Häuser in Dortmund?

Im Dortmunder Bestand stammen 44 Prozent der Wohnungen aus den Baujahren 1949 bis 1969 und 24 Prozent aus der Zeit vor 1949; beheizt werden laut Zensus 2022 rund 80 Prozent der Wohnungen mit Gas, 7,5 Prozent mit Fernwärme, 6 Prozent mit Heizöl und erst 1,2 Prozent mit Wärmepumpen, Solar- oder Geothermie.

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Nils Puhlmann Ihr Ansprechpartner

Ich kaufe und vermiete selbst Wohnungen in Freiburg und München und kenne die Fragen rund um Wert, Mieter und Verkauf aus eigener Erfahrung. Mit diesem Angebot möchte ich Familien helfen, in Ruhe die passende Entscheidung zu treffen, statt sie zu einem schnellen Verkauf zu drängen.